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02.12.2015

Branding als Trend

Richtig auftreten bei Instagram

Ein Superman bricht aus einem Smartphone heraus, das auf einer Tastatur liegt
© Shutterstock

Selfies sind in der Gesellschaft angekommen und akzeptiert, Self-Branding ist auf dem Weg dorthin. Dieser Trend lässt sich auch für das Marketing nutzen.

Dank digitaler Plattformen haben sich neue Möglichkeiten der Selbstdarstellung aufgetan

Junger Mann macht Selfie von sich.
© Shutterstock

Immer häufiger findet man heutzutage Selfies von überwiegend Unbekannten im Internet. Vermeintliche Schnappschüsse, selbst getätigt, mit einem Filter bearbeitet und danach online gestellt. Sie sind ein gutes Beispiel dafür, dass die eigene Person für viele das Thema Nummer eins geworden ist.

Der deutsche Pädagoge und Dichter Friedrich Löchner hatte schon recht, als er meinte: „Eigentlich sind wir alle unser eigenes Museum und stellen uns andauernd selbst aus.“

Wie man die digitale Selbstdarstellung für sich selbst nutzen kann

Genau betrachtet, ähnelt ein Feed auf Instagram einer Bewerbung für eine Stelle. Man präsentiert seine besten Seiten in der Hoffnung auf Erfolg. Dabei bietet sich in diesem Fall auch die Möglichkeit, eigene Arbeiten hervorzuheben.

Neben Selfies findet man vermehrt Kunst- und Dokumentarfotografie, Zeichnungen und Musikvideos, die zeigen, welche Stärken und Interessen die einzelnen Personen mitbringen.

Man hört häufig die Warnung, keine negativen Bilder, auf denen man beispielsweise betrunken zu sehen ist, im Internet zu verbreiten, weil sie ein Grund sein könnten, bei einer Bewerbung für einen Posten abgewiesen zu werden.

Seltener hingegen gibt es gegenteilige Ratschläge, nämlich die, dass Fotos, die beweisen können, dass man kreativ oder organisiert ist, einen positiven Effekt haben können. Wenn man sich zu präsentieren weiß, kann man anderen jedes gewünschte Bild vermitteln. Und das hat Vorteile, gerade auch für Unternehmen.

Ein eigenes Image entwickeln – und das ganz bewusst

Instagram-App auf einem Smartphone
10 FACE / Shutterstock.com

Wer geschickt vorgeht und nicht wahllos Bilder von sich selbst hochlädt, kann ein eigenes Image gestalten, das förderlich ist. Nicht ohne Grund haben in der heutigen Zeit auch Unternehmen immer öfter eigene Seiten auf Instagram. Dadurch tun sich ganz neue Möglichkeiten auf.

Das gezielte Posten von Bildern, die einerseits die Haltung der Firma widerspiegeln und andererseits die Zielgruppe geschickt ansprechen, kann das Interesse wecken und die Empfänger dazu verleiten, sich mehr mit dem Unternehmen zu beschäftigen. Wichtig dabei ist, dass auf der Seite keine widersprüchlichen Beiträge erscheinen oder solche, die mit der Einstellung des Unternehmens nicht Hand in Hand gehen.

Image mit Persönlichkeit

Eine sehr sinnvolle Herangehensweise ist es, einen geeigneten Markenbotschafter einzusetzen, der das gewollte Image verkörpert und transportiert, um die Besonderheiten und Vorzüge des Unternehmens zu betonen. Dadurch können sich die Personen leichter mit diesem identifizieren und eine Verbindung aufbauen und das, ohne auf informative Inhalte verzichten zu müssen.

Es muss keine prominente Persönlichkeit sein, die Sie als Markenbotschafter verwenden. Vielmehr benötigen Sie eine Persönlichkeit, die Ihre Werte zu vermitteln weiß. Ein IT-Unternehmen kann auf einen typischen Anwender setzen, ein Autohaus auf einen Vertreter oder ein Restaurant auf einen Stammkunden. Oder Sie bauen einen Mitarbeiter zu Ihrem Markenbotschafter auf. Wichtig ist, dass die Zielgruppe, die Sie erreichen möchten, durch den Markenbotschafter angesprochen wird und dass dieser Ihre Werte verkörpert.

Auch hier gilt: ein gelungener Feed hat Ähnlichkeiten mit einer Bewerbung. Aber diesmal bewirbt man sich nicht für eine Stelle, sondern man wirbt um die Gunst der Kunden.

Und wer sich dabei von der besten Seite präsentiert und auf moderne Weise zeigt, was ihn besonders macht und warum es sich lohnt, das Unternehmen genauer unter die Lupe zu nehmen, hat schon fast gewonnen.

Autor: Monika Allesch
Autorin Monika Allesch

Gerade erst in den Journalismus gestartet, will sie am liebsten gleich ihrer Lieblingsstadt New York City einen Besuch abstatten. Bis dahin gilt: wenn sie nicht in irgendeinem Museum anzutreffen ist, macht sie wahrscheinlich gerade mit ihrem pastellblauen Cabrio die Straßen unsicher.